Trier - ein Tag für die Seele
Als Eltern von zwei kleinen Kindern (1 und 4) ist schwierig sich mal eine Auszeit zu gönnen. Wir versuchen jedoch ein mal im Jahr einen Städtetrip (natürlich ohne Kinder) zu unternehmen. Die Reisedauer sollte zwischen 2 und 3 Tagen liegen d.h. eins bis zwei Übernachtungen.
Nachdem wir die altbekannten Städtetouren nach München, Berlin, Hamburg bereits hinter uns hatten, suchten wir nach einem Ziel das relativ schnell zu erreichen und trotzdem attraktiv ist. Dazu haben wird einfach einen Kreis mit einem Radius von 400km um unsere Stadt (Rastatt in BW) gezogen und uns angeschaut welche größeren Städte die uns interessieren in diesem Gebiet liegen, und so sind wir auf die Stadt Trier gekommen.
Nachdem wir uns entschieden hatten, mussten wir die Anfahrt klären, das war schnell entschieden. Die Bahnanbindung war miserabel und so kam eigentlich nur der PKW in Betracht. Über das Internet haben wir dann unser Hotel gesucht und uns schließlich für das Nell´s Park Hotel entschieden.
Das Hotel liegt ruhig im gleichnamigen,, stadtgrößten Nell´s Park. Bis zur Porta Nigra sind es ca. 2 km. Eine Bushaltestelle ist etwa 200m vom Hotel entfernt. Das Hotel ist wirklich schön gelegen und hat eine klasse Atmosphäre. Es ist sehr romantisch und genau das richtige für einen entspannten Urlaub zu zweit. Zum Hotel gehört ein wunderschöner Rosengarten mit ca. 7000 Rosenstöcken auf 9000 m2 Fläche.
Wir sind Samstagsmorgens losgefahren und waren dann gegen 11.00 Uhr im Hotel (sehr einfach zu finden), haben den Koffer ausgepackt und sind dann gleich in Richtung Porta Nigra gelaufen. Nach ca. 20 Minuten gemütlichen Fußweges waren wir dann in der innen Stadt.
Dort haben wir uns erst mal einen kleinen Imbiss gegönnt, und uns dann gestärkt auf Entdeckungstour begeben.
Über Trier
Trier, 16 v. Chr. als “Augusta Treverorum” gegründet, ist mit einem Alter von etwa 2000 Jahren die älteste Stadt Deutschlands, liegt im Bundesland Rheinland-Pfalz und hat ca. 100.000 Einwohner. Trier liegt in der Mitte einer Talweitung des Moseltals mit dem Hauptteil am rechten Ufer des Flusses. Bewaldete und zum Teil mit Weinbergen besetzte Hänge steigen zu den Hochflächen des Hunsrücks im Süden und der Eifel im Norden an. Größere Städte in der Nähe sind Saarbrücken. Koblenz und Luxemburg. Seit 1986 ist Trier Weltkulturerbe der Unesco.
Sehenswürdigkeiten – Trier in einem Tag
Da wir nur einen Tag zu Verfügung hatte, haben wir uns auf die Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum konzentriert. Startpunkt war die
Die Porta Nigra ist eines der am besten erhaltenen Tore der antiken Welt und das besterhaltene römische Stadttor diesseits der Alpen. Es gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und ist das Wahrzeichen der Stadt Trier. Es wurde ca. 180 nach Christus erbaut.
Danach die Fußgängerzone rauf, und erst mal einen Stopp beim Italiener, auf ne Pizza und ein Weizenbier bei strahlendem Sonnenschein. Gut gestärkt und guter Laune machten wir uns auf denn kurzen Weg zum Dreikönigenhaus (gegenüber Galeria Kaufhof), nur einige Meter weiter befindet sich der mittelalterliche Hauptmarkt mit der Steipe, dem Marktkreuz und dem Petrusbrunnen. Von dort aus Linkerhand ging´s zum
Der Dom ist mit 1700 Jahren die älteste Kirche Deutschlands und Sitz des Trierers Bischofs. Der Dom ist ein wirklich Beindruckendes Bauwerk, und hat uns fasziniert. Im Inneren der Kirche befindet sich das kostbare Reliquie der „Heilige Rock“, die Tunika Christi. Die große Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 wird vom 13. April bis zum 13. Mai stattfinden, dort wird die Reliquie zum ersten mal seit 1996 gezeigt.
Nach einer ausgiebigen Besichtigung des Doms haben wir uns die rechterhand liegende
Die Liebfrauenkirche ist die früheste gotische Kirche in Deutschland und ein Juwel mittelalterlicher Baukunst. Sie wurde circa 1260 nach Christus fertiggestellt
sowie die
Römische Palastaula (Basilika)
ehemals Thronsaal von Kaiser Konstantin angeschaut. Derzeit befindet sich in dem imposanten Gebäude eine evangelische Kirche. Die Basilika ist der größte Einzelraum, der aus der Antike überlebt hat.
In der Innenstadt befinden Sich noch viele andere interessante Bauwerke die jetzt alle aufzuführen wäre müßig nähere Informationen können Sie auf der Homepage der Stadt Trier erhalten oder sich den Reisführer besorgen.
Nachdem wir uns bei einem Eis erfrischt hatten, machten wir uns zum Einkaufsbummel durch die Trierer Innenstadt auf. Die Anzahl der Geschäfte ist wirklich Top, und alle in einem dichten Umkreis, und so hatten wir innerhalb kurzer Zeit mehrere Einkaufstüten in der Hand. Jetzt brauchten wir eine Pause, also rein in den Bus, ins Hotel, Einkäufe ablegen, kurz Duschen und mit dem Bus wieder in die Innenstadt.
Mit knurrendem Magen machten wir uns auf die Suche nach einem Lokal, das gestaltete sich recht schwierig, das eine sagte uns nicht zu, das andere war besetzt und im nächsten saß keiner. Nach langer Suche begaben wir uns in das Lokal, in dem wir schon mittags einen Kaffee tranken. Uns wunderte das außer uns nur noch 2 andere Gäste in der Gaststätte waren, haben trotzdem unser Essen bestellt, zum einen Schweinemedallions sowie ein Rumpsteak mit Safranfäden. Wir waren echt positiv überrascht und könne das Lokal „Zur Steipe“ nur weiterempfehlen. Die Gaststätte ist an das Trierer Spielzeugmuseum angegliedert.
Nach einem weiteren Cocktail sind wir dann mit dem Bus ins Hotel gefahren, dort noch einen Absacker getrunken und todmüde ins Bett gefallen. Nach einem tollen Frühstück wieder auf die Autobahn und zurück nach Hause zu den Kindern.
Fazit: Anstrengender aber toller und für den Geist erholsamer Kurztrip, würden wir immer wieder machen.
p.s. Trier ist Startpunkt des Jacobsweg – Reisetipp für alle Radpilgerer
Jacobsweg
Über fast 800 km führt der Jakobsweg vom rheinland-pfälzischen Trier in das südfranzösische Le Puy. Dabei berührt er für wenige Meter das Großherzogtum Luxemburg, bevor er an der Mosel entlang nach Lothringen führt. Imposante und ehrwürdige Kathedralen sieht der Pilger in Städten wie Metz, Nancy und Dijon sowie Klosterruinen wie im legendären Cluny. Dabei passiert er die bis an den Horizont reichenden Weinranken und pilgert zum Teil im Tal der Loire. In diesem nützlichen Reisebegleiter beschreibt die Autorin präzise den Wegverlauf und die sich am Wegesrand befindlichen kulturellen und sakralen Sehenswürdigkeiten. Zum Abschluss wartet auf den Pilger die Jakobusstatue in der mächtigen und imposanten Kathedrale von Le Puy-en-Velay.
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